Was, denken Sie, wird von Derrida bleiben?... ...
Alexander Garcia Düttmann: Wenn etwas von Derrida bleibt, so bleibt von ihm, wie von allen großen Philosophen, ein Gedanke. Der Gedanke, dass X nicht einfach es selber ist, ohne ein Anderes zu sein, und dass es sich deshalb am Anderen messen muss, an Y, um es selber zu sein. Hier ist ein Beispiel. Was bleibt, setzt sich einem Vergessen aus, das bereits zum Bleiben gehört. Denn ein Bleiben, das nicht schon von einem Vergessen bestimmt würde, wäre kein Bleiben, sondern ein gleichgültiges Sein, das man vom Nichts nicht mehr unterscheiden könnte. Weil das Vergessen zum Begriff des Bleibens gehört, muss sich das Bleibende, soll es ein Bleibendes sein, stets wieder an diesem Anderen messen, an einem Vergessen, das nicht bloß eine vorläufige Zäsur oder eine fortgesetzte Latenz meint, sondern eine spurlose Auslöschung. Ein Gedanke muss sich also an der Herausforderung messen, die für ihn die Gedankenlosigkeit bedeutet.
Bernhard Waldenfels: Diese Frage hat nur Sinn für jemanden, dem Derridas Denken mehr besagt als eine Sammlung neo- oder poststrukturalistischer Eskapaden oder als ein „schillerndes Billigangebot nach Mustern Heideggers“. Etwas muss angekommen sein, um bleiben zu können. Dass dies selbst in Frankreich, wo Derrida eine Universitätsprofessur versagt blieb, nur bedingt der Fall ist, sollte man nicht übersehen. Wer sich heute äußert, sollte Farbe bekennen, anstatt auf die Zukunft zu spekulieren. In meinen Augen bedeutet Derridas Schreib- und Denkpraxis, neben vielem anderem, eine Radikalisierung der Phänomenologie, mit der dieser Philosoph nicht nur begann, sondern die er nach eigenem Geständnis immer wieder durchlief. Hinzu kommt eine Radikalisierung der Hermeneutik, die er immer wieder streifte, bis hin zur Gedenkrede auf Gadamer in Heidelberg. Dies sind Gewichte, die sich dem anything goes, das manch einer in Derridas Texten vermutet, widersetzen. Der Name Derrida steht für eine eigene Weise des lesenden Schreibens und schreibenden Lesens. Seine Vorliebe für die écriture beschränkt sich nicht auf Texte, das Textmuster wird generalisiert, wobei die Ränder und Löcher vorliegender Texte, im Gefolge Freuds, besonders beachtet werden. Die „Reduktion auf Sinn“, ohne die ein Großteil der neueren Philosophie nicht zu denken ist, radikalisiert sich in einer „Reduktion von Sinn“. „Es gibt Sinn und Nicht-Sinn“, so heißt es schon bei Merleau-Ponty. Dieses beunruhigende Grundfaktum lässt nicht zu, dass wir uns mit dem Anblick der Sachen selbst, mit Vorgaben der Tradition, mit Regelungen der Sprache, mit systemischen Prozessen oder normativen Geltungsansprüchen zufrieden geben.
Dieter Mersch: Derrida hat ein einzigartiges Werk geschaffen, insofern erübrigt sich die Frage, ob etwas bleiben wird oder nicht: Die Dekonstruktion Derridas gehört, neben Martin Heideggers Destruktion der abendländischen Metaphysik, Theodor W. Adornos „Rettung des Nichtidentischen“ oder Emmanuel Lévinas’ Philosophie der Alterität zu den großen philosophiekritischen Manövern des 20. Jahrhunderts, die die gesamte Struktur und Praktik des philosophischen Denkens nachhaltig verschoben haben. Unverlierbar sind auch die spezifische Lektürepraktiken, die später etwas unzureichend ‚close readings’ genannt wurden. Sie folgen keiner dezidiert neuen Methode, sondern sie bleiben im Wortsinne „singulär“ und müssen gerade deshalb immer wieder neu ansetzen, um sich auf die Jeweiligkeit der untersuchten Texte einzulassen und sie in Ansehung ihrer impliziten Unterscheidungssysteme zu destabilisieren oder zu erschüttern. Derrida verdanken wir insbesondere auch eine Wiedergewinnung der Philosophie Heideggers – gleichsam über den Umweg Frankreichs –, die sie ihres schwierigen poetischen, manchmal etwas verquasten Manierismus entkleidet und in eine andere Sprachlichkeit gehoben hat. Schließlich kann als bleibend die „Grammatologie“ Derridas sowie seine Schriftkonzeption angesehen werden, die ja vielfach verkürzt und simplifiziert wurde: Wie, seit dem ‚linguistic turn’, die besondere Medialität des philosophischen Denkens, seine genuine Sprachgebundenheit, in den Blick gekommen ist, hat Derrida noch einmal auf die Medialität von Sprache bzw. des Symbolischen aufmerksam gemacht, deren Begründung in differenziellen Zeichenordnungen liegt, in der Bewegung und Generativität der Differenzen selber sowie wiederum in der Figuralität und Defiguralität der Bewegung und dergleichen mehr. Kurz: Die Reflexion auf den Begriff des Skripturalen als dem eigentlichen Medium des Diskurses, das mindestens gleichursprünglich mit dem Begriff der Vernunft anzusehen ist, wenn ihm nicht sogar überlegen, ist eines der vielen Verdienste Derridas – auch wenn er sich der Ungeheuerlichkeit oder Monstrosität dieses Gedankens immer im Klaren war.
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Alea. Revista Internacional de Fenomenología y Hermenéutica
Redacción de Alea
Bernardo Ainbinder (Universidad de Buenos Aires - Conicet)
Patrick Baur (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
Íñigo Galzacorta (Universidad del País Vasco)
José M. García (Universidad de La Laguna - Doktorand Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
Francisco de Lara (Pontificia Universidad Católica de Chile)
Paloma Martínez (Universidad de Valencia)
Roberto Rubio (Universidad Alberto Hurtado)
Ángel Xolocotzi (Benemérita Universidad Autónoma de Puebla)
Anteriores colaboradores del Consejo de Redacción de Alea: Miquel Casanovas, Jesús Hernández, José Ruiz y Rubén Talaván.
Artículos:Francisco de Lara:"Interpretación, historicidad y negación. Sobre el lugar político de la filosofía en Heidegger y Adorno"Róbson Ramos dos Reis:"Heidegger e a hermenêutica da negação"Andrés-Francisco Contreras S.:"¿Quién soy yo y quién eres tú? La reformulación gadameriana de la aperturidad de la existencia"Luis Eduardo Gama:"Experiencia, negatividad y acontecer. Un apunte para renovar el diálogo entre Hegel y Gadamer"Fernando Forero Pineda:"Lenguaje, acontecer y negatividad"Discusión bibliográfica:Eric Pommier:"La hermenéutica de la vida fáctica en Los Problemas funsamentales de la fenomenología (1919-1920) de Heidegger"
Paul Ricoeur:"A la Gloria de la Phrónesis. (Ética a Nicómaco, Libro VI)" (Trad. de Patricio Mena Malet y Beatriz Contreras Tasso)Gilbert Vincent:"Le paradoxe du commencement. Chemins de traverse dans l’œuvre de Ricœur"Jean Grondin:"Ricœur a-t-il d’abord introduit l’herméneutique comme une variante de la phénoménologie?"Marc-Antoine Vallée:"Ricœur et Spinoza : intérêt et difficultés d’une réappropriation herméneutique de la pensée de Spinoza"Ramón Rodríguez:"Explicitación y comprensión. Sobre los sentidos de interpretación en la obra de Ricoeur"Charles Reagan:"Le Pardon: difficile, inconditionnel, impossible"
Michel Henry:"Notes inédites"Jean Leclercq:"«Avoir deux corps» : Vie, affectivité et sexualité chez Michel Henry"Anne Devarieux:"Force et affectivité chez Michel Henry : en quoi le sentiment de l’effort n’est-il pas un sentiment comme les autres?"Grégori Jean:"Topique, dynamique, économique: contribution à la phénoménologie henryenne de la force"Frédéric Seyler:"Images de l’absolu. Phenomenologie materielle et phenomenologie fichteenne"Rolf Kühn:"Der Faschismus im Kapitalismus. Eine lebensphänomenologische Analyse zu Globalisierung und Demokratie"
Artículos:Jesús González Fisac:"Fenomenología de las leyes estructurales del mundo en Ortega"Camille Atkinson:"That's not what i meant! Projection and intention in interpretation"Jonas Holst:"Hospitalidad como iniciación a la ética"Esteban Lythgoe:"Paul Ricoeur y la representación histórica"Brian Harding:"Privileging the recipient of the gift"RecensionesDe Lara, F. (ed.): Entre fenomenología y hermenéutica. Franco Volpi in memoriam (por Andrés Gatica)Adrián, J.: Heidegger y la genealogía de la pregunta por el ser (por Juan Vila)Chvatík, I., y Abrams, E. (eds.): Jan Patočka and the Heritage of Phenomenology. Centenary Papers (por Pablo Cerone)
Traducción:Leo Strauss y Hans-Georg Gadamer:"Correspondencia en torno a Verdad y método"(por Cristopher Morales, José M. García Gómez del Valle y Francisco de Lara)Artículos:Alejandro G. Vigo:"Comprensión como experiencia de sentido y como acontecimiento. Los fundamentos de la concepción gadameriana del Verstehen"Cristina García Santos:"Hermenéutica y dialéctica: una amistad peligrosa"Wei Zhang:"Gadamer’s Phenomenological Hermeneutics of Medicine"Luis Eduardo Gama:"El ser de la imagen. Elementos para una concepción hermenéutica de la imagen"
Artículos:Sebastian Luft:Natorp, Husserl und das Problem der Kontinuität von Leben, Wissenschaft und PhilosophiePeter Costello:Essential Intuition: a Communal ActSimon Glynn:Radical Empiricism versus Trancendental Idealism in the Phenomenology of Edmund HusserlJosé Ruiz Fernández:Ciencia empírica y mundo de la vidaJesús Guillermo Ferrer Ortega:Zur Problematik der Zeiterfahrung der melancholischen Depressivität im Lichte der Husserlschen PhänomenologieIrina Poleshchuk:From Husserl to Levinas: the role of hyletic data, affection, sensation and the other in temporalityRecensión:Husserl, E.: Phantasie und Bildbewusstsein (por Luciano Lutereau).
Artículos:Bernardo Ainbinder:Wieviel Schein, soviel Sein. La impropiedad como forma primaria de donación del fenómenoGaetano Chiurazzi:Die Keplersche Wende der HermeneutikAdnen Jdey:Image, hantise, fascination. Le phénoménologique à la limiteChris Hackett:To Be Called Again.On the Call and on InterpretationBrian Harding:What is Minimalist Phenomenology?Recensiones:Vincenzo Costa: Esperire e Parlare. Interpretazione di Heidegger (por Antonio Cimino)Giorgio Agamben: Il regno e la gloria (por Johannes Thumfart y Emilie Bromberg)
Artículos:Arturo Leyte:El imposible paso del sujeto al predicadoAdriano Fabris:Le aporie della logica ermeneuticaManuel Jiménez Redondo:La hermenéutica de Gadamer y la hermenéutica de HegelFelipe Martínez Marzoa:¿Qué le queda aún por hacer a la filosofía? (trad. José M. García Gómez del Valle)Jean-Luc Marion:El icono o la hermenéutica sin fin (trad. Javier Bassas Vila)Recensión:Alfred Denker, Günter Figal, Franco Volpi, Holger Zaborowski (eds.): Heidegger und Aristoteles (por Felipe Johnson Muñoz)
Traducción:Martin Heidegger:Seminario en Zähringen, 1973 (por Carlos V. Di Silvestre)Artículos:Alejandro G. Vigo:Identidad, decisión y verdad. Heidegger, en torno a la constitución del 'nosotros'Patrick Baur:Das 'Es geht um'. Das Es als philosophisches Problem im Rückgriff auf Heidegger und HegelRoberto Rubio:El pensar de Heidegger en el lustro posterior a Ser y Tiempo: la experiencia productiva de un fracasoAdrián Navigante:Dichtung und Transzendenz: das dichterische Sagen und der Sprung in das Seyn (abstract)Recensiones:Martin Heidegger: Übungen für Anfanger. Schillers Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen: Wintersemester 1936/37 (por José M. García Gómez del Valle)Alfred Denker, Marion Heinz, John Sallis, Ben Vedder, Holger Zaborowski (Eds.): Heidegger und Nietzsche, Heidegger-Jahrbuch, vol. II (por Ricardo Baeza García)Arturo Leyte Coello: Heidegger (por Paloma Martínez Matías)Ludwig Weber: Überwindung der Metaphysik in der Theologie (por Márton Hegyi)
Traducción:Leo Strauss:Prefacio a la traducción inglesa de La crítica de la religión de Spinoza (por Rubén Talaván Gironella)Artículos:José Ruiz Fernández:Para una delimitación fenomenológica de la intencionalidadPatrick Baur:„Gastfreundschaft des Thorax“. Pindars Ethos des AtmensRadomir Rozbroj:Das spätdenken Martin Heideggers und die zwischenmenschliche ProblematikRecensiones:A. Denker, H.-H. Gander, H. Zaborowski (eds.): Heidegger und die Anfänge seines Denkens. Heidegger-Jahrbuch, vol I., (por Ricardo Baeza García, José M. García Gómez del Valle y Felipe Johnson Muñoz)Ramón Rodríguez: Del sujeto y la verdad (por Carlos Marzán)Jean-Pierre Vernant:La traversée des frontières, Mythe et politique II (por Joana Masó Illamola)
21 de agosto de 2010
¿Qué queda de Derrida? - Coloquio entre A. Garcia-Düttmann, B. Waldenfels, et al.
17 de agosto de 2010
Hans Blumenberg: "Theorie der Lebenswelt" (Recensión de Dieter Thomä)

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La editorial Suhrkamp ofrece como "Leseprobe" un amplio fragmento de esta obra (en formato PDF).
Theorie der Lebenswelt? Schon beim Numerus wird es kritisch. Weshalb
sollte, da jeder sein Leben hat und lebt, nicht auch jeder seine
Lebenswelt haben? Dafür spricht alles, zumal die Lebensbeschreibung,
wenn sie ihren gewiß längst erworbenen theoretischen Standard
erreichen soll, gerade diesem Erfordernis genügen muß, an dem
biographisch ausgezeichneten Leben seine Welt als den Horizont seiner
Möglichkeiten und Richtungnahmen zu verdeutlichen. Die Vermutung,
daß jeder seine Lebenswelt hat, macht ihre Darstellung nur
in demselben Maße wünschenswert, in dem auch ein Leben Darstellungswürdigkeit
erlangt, welches auch immer die Maßstäbe dafür sein
mögen. Unter welchen Voraussetzungen also darf von einer ›Theorie
der Lebenswelt‹ gesprochen, sie postuliert werden?
Der phänomenologische Namengeber der ›Lebenswelt‹ hat den Singular
nicht im Sinne einer eidetischen Reduktion auf das ›Wesen‹ der
faktischen Lebenswelten gebraucht, obwohl ihn seine Methode dazu
verpflichtet hätte. Er läßt wenig Zweifel daran erkennen, daß von
der einen Lebenswelt mit demselben Recht gesprochen werden dürfe
wie ansonsten von der einen Welt, deren Einheit darauf beruht, daß
sie der letzte Außenhorizont aller Gegenstände und aller intersubjektivdependenten Subjekte ist. Dann wäre die Lebenswelt nichtsanderes als eine Artikulationsstufe der Welt in jedem Sinne, also auch(Inicio de "Theorie der Lebenswelt")
insofern sie die letzte Einheit theoretischer Gegenstände wäre. Aber
die Gesamtheit theoretischer Gegenstände ist von vornherein eine
solche der Objektivierung, also der aus Intersubjektivität hervorgehenden,
in ihr fundierten Existenzsetzung; darauf beruht das Verbot,
von einer Vielheit theoretisch-objektiver Welten zu sprechen. Für die
Lebenswelt gilt das nicht. Sie muß ein einheitliches Merkmal haben.
Auf die Gefahr hin, die Kostbarkeit jener Mannigfaltigkeit biographischer
Lebenswelten zu verlieren und eine dürre Abstraktion dafür
einzuhandeln, muß nach diesem Merkmal geforscht werden ...
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Dieter Thomä reseña el libro en las páginas de Frankfurter allgemeine Zeitung (25/07/2010) en un texto titulado "Wie soll man sich denken, woran man nicht denkt?":
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Weil Blumenberg unzeitgemäß war, kommt er heute als Zeitgenosse in Frage. Der Meister des Rückzugs kann gar zum Vorkämpfer avancieren, denn seine Theorie der Lebenswelt taugt auch als Anstoß, um den Geisteswissenschaften neues Selbstbewusstsein einzuflößen. „Immer wieder erweist sich als eine der Illusionen im Umgang mit Theorien aller Art“, hält Blumenberg fest, „dass von dem Bestimmtheitsgrad der Begriffe, die sie einführen und verwenden, ihre Qualität schlechthin abhinge.“ Wogegen er die Einsicht in Stellung bringt, „dass die Strenge bei Bildung oder Zulassung von Begriffen eher Sterilität begünstigt als präzisen Fortgang“ bewirkt, und für eine „Tugend verminderter Strenge“ plädiert.
Die Pointe dieses Einwands liegt nicht in der Defensive, mit der die Geisteswissenschaftler ihre Geltungsansprüche mindern, sondern in der Attacke: Wer bei der Interpretation des menschlichen Lebens und der Lebenswelt allzu große Strenge walten lässt, wird seinem Gegenstand nicht gerecht.
Vid. Información sobre el libro en la página web de la editorial Suhrkamp.-
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Vid. Hans Blumenberg: Theorie der Lebenswelt ("Leseprobe" - primeras 20 págs. del libro en formto PDF).-
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Vid. Recensión de Dieter Thomä: "Wie soll man sich denken, woran man nicht denkt?", en FAZ (25/07/2010).-
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7 de agosto de 2010
"Cuerpo y alteridad" (Monográfico de 'Investigaciones fenomenológicas', 2010)
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El volumen recoge las ponencias del VIII congreso de la Sociedad Española de Fenomenología (SEFE) celebrado en octubre de 2006 en Valencia. El volumen incluye contribuciones de C. Moreno, J. San Martín, o J. Conill, entre otros, dedicadas a los diferentes aspectos fenomenológicos del problema de la corporalidad, así como a los análisis de autores como Heidegger, Bergson, Zubiri o Ricoeur.
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Vid. Índice de "Cuerpo y alteridad" (con enlaces directos a cada una de las contribuciones en PDF).-
Vid. números anteriores.-
Vid. Sitio web de SEFE.-
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Vía Phenomenology Newsletter.-
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MATERIALES
Según se lee en su página web, la revista Investigaciones fenomenológicas fue creada como órgano de expresión de la Sociedad Española de Fenomenología (SEFE) en 1993, y sustituyó al 'Anuario' que empezó a editar la SEFE con carácter provisional. La revista aparece en formato electrónico y está disponble en internet (aunque publicó sus tres primeros números en papel, los cuales también son accesibles ahora en formato "html"). En internet, como decimos, pueden consultarse completos los números anteriores en formato HTML / PDF, que enlazamos a continuación, e incluyen, por ejemplo, la traducción de un texto de Edmund Husserl y artículos de, entre otros, Klaus Held, Bernhard Waldenfels, Agustin Serrano de Haro, Manuel Jiménez Redondo, José Ruiz Fernández, Dietmar Lohmar, Sebastian Luft, H. Rainer Sepp o Jorge Uscatescu:
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Investigaciones fenomenológicas, vol. 1.
Investigaciones fenomenológicas, vol. 2.
Investigaciones fenomenológicas, vol. 3.
Investigaciones fenomenológicas, vol. 4.
Investigaciones fenomenológicas, vol. 5.
Investigaciones fenomenológicas, vol. 6.
Investigaciones fenomenológicas, vol. 7.
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30 de julio de 2010
Walter Benjamin: "Sobre el concepto de historia" (vol. 19 de la nueva edición crítica)


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..Además, en la página web de la editorial Suhrkamp, puede consultarse un amplio fragmento en formato PDF de este libro (una Leseprobe) que incluye esas copias facsimilares de los manuscritos de Benjamin, el índice del volumen y algunas de las transcripciones de los textos de esta edición crítica.
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Die Aufzeichnungen Walter Benjamins Über den Begriff der Geschichte, an denen er bis zum Frühjahr 1940 schrieb, sind zugleich nüchterne Bilanz eines leidenschaftlichen Intellektuellen und steile Konstruktion eines kühlen Theoretikers. Der Intellektuelle legt Rechenschaft darüber ab, wie es um das altehrwürdige Unternehmen, die Welt in eine menschenwürdigere zu transformieren, bestellt ist – zumal in einer Zeit, in der die Kräfte, denen man dies bislang zugetraut hatte, zerfallen und die Hoffnungen zerstört sind. Der Theoretiker nimmt dies zum Anlaß, die verheerenden Folgen der bisherigen Geschichtsphilosophie aufzudecken und eine Alternative zu entwerfen, die die Kritik am linearen Fortschritt nicht mehr allein dem Irrationalismus überläßt. Diese Kritik hat bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt, ebensowenig wie die daraus abgeleitete Erkenntnis, daß die Katastrophe nicht der Ausnahmezustand ist, sondern die Regel.
In der neuen Edition werden alle Fassungen der »geschichtsphilosophischen Thesen« integral abgedruckt – darunter eine nicht abgeschlossene, von Benjamin selbst verfaßte französische Version. Zusammen mit sämtlichen Vorstufen und weiteren Texten bieten sie eine umfassende Dokumentation des Entstehungsprozesses. Darüber hinaus werden die französische Fassung und das sogenannte Hannah-Arendt-Manuskript vollständig als vierfarbige Faksimiles gegeben. Die Edition zeigt, mit welcher Intensität Benjamin bis zum Schluß an seinem philosophischen »Vermächtnis« gearbeitet hat. Und sie eröffnet eine neue Deutungsperspektive: Über den Begriff der Geschichte, so wird hier erstmals sichtbar, ist kein abgeschlossenes Werk, sondern ein klassisches work in progress.
Vid. Información en la página web de la editorial Suhrkamp.-
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Vid. Leseprobe (Documento en formato pdf con manuscritos de Benjamin, índice del volumen, etc.)
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Vid. Subskriptionprospekt (Formulario de subscripción e información completa sobre esta edición) en formato pdf.-
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Vid. alea revista internacional de fenomenología y hermenéutica: Walter Benjamin: nueva edición crítica de su obra completa
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Vid. La recensión de Wolfgang Matz: "Der Engel der Philologie muss so aussehen" publicada en Frankfurter allgemeine Zeitung (03/08/2010):
Es war einmal, doch das ist lange her, da glaubte man noch daran, dass es in der Philosophie so etwas wie einen heiligen Text geben könne. Walter Benjamins letzte Aufzeichnungen „Über den Begriff der Geschichte“, die „Geschichtsphilosophische Thesen“ genannt wurden, sind ein solcher Text.
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Die „Thesen“ sind eine Reflexion in extremis, eine Befragung der eigenen Überzeugungen vieler Jahre. Sie enthalten Fragen, kaum eine einzige Antwort; sie sind Bruchstücke eines unter dem Druck der Politik und der persönlichen Ausweglosigkeit fragmentierten Denkens. Zuweilen sind sie ehrlich, zuweilen scheint, dass Benjamin durch seine Metaphorik oder seine Gleichnisse einer schärferen Formulierung oder vielleicht sogar dem letzten illusionslosen Blick auf die Wahrheit noch ausweicht, zumindest für einen Augenblick. Das emblematische Schlusswort zur Geschichtsphilosophie ist alles andere als ein Schlusswort, es ist der tastende, verzweifelte, widersprüchliche Versuch zu einem noch fernen Anfang.
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Vid. por último el artículo de Félix de Azúa sobre Walter Benjamin: "Cada vez más crecidos" recientemente publicado en El País (17/07/2010).
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24 de julio de 2010
"Nietzsche y Heidegger" (Estudios Nietzsche, vol. 10)
...La influencia de Nietzsche en el pensamiento de Heidegger es notoria. Tal vez unos de los filósofos que con más perspicacia ha señalado ese impacto de una manera lúcida y sin estridencias haya sido Franco Volpi, a quien dedicamos un espacio en este número de la revista para conmemorar su fallecimiento hace ahora un año. Las aportaciones a este número giran en torno a aspectos puntuales de la confrontación Heidegger-Nietzsche.
Vid. Índice del Nº 10/ 2010 de Estudios Nietzsche (PDF).-
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Vid. Información en la página web de la editorial Trotta.-
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23 de julio de 2010
"Hermenéutica y fenomenología" / "Las bellas artes" (Internationales Jahrbuch fur Hermeneutik, vol. 9 / 2010)

INTERNATIONALES JAHRBUCH FÜR HERMENEUTIK
Schwerpunkte: Hermeneutik und Phänomenologie/Schöne Kunst
Hrsg. v. Günter Figal
Dieses Jahrbuch repräsentiert eine Hauptströmung der gegenwärtigen Philosophie mit ihren Entsprechungen in den Wissenschaften. Die philosophische Beschäftigung mit der Hermeneutik ist längst über die Frage nach der Textauslegung und der Methode in den Geisteswissenschaften hinausgelangt. Die Geschichtlichkeit und Interpretationsgebundenheit des Denkens wird nicht mehr nur als das spezielle Problem eines bestimmten Zweigs der Wissenschaft gesehen, sondern erscheint als Kennzeichen des Denkens überhaupt. Das Internationale Jahrbuch für Hermeneutik trägt der Breite dieser möglichen Ansätze Rechnung: Es steht sowohl historisch als auch systematisch allen Forschungsrichtungen offen, die an den Fragehorizont der Hermeneutik, sei es kritisch oder affirmativ, anschließen können. Somit repräsentiert es nicht nur diejenige Forschung, die sich auf hermeneutisches Denken im engeren Sinne bezieht, also etwa auf das Denken Nietzsches, Diltheys oder Heideggers. Vielmehr haben Beiträge zur Antike dort ebenso ihren Ort wie Beiträge zur Philosophie im Umkreis des Deutschen Idealismus. Der diesjährige Band widmet sich dem Thema "Hermeneutik und Phänomenologie" und "Schöne Kunst".
Inhaltsübersicht:
Rudolf Bernet: „Es sind zwei Bewegungen, die sich ständig suchen und begegnen und wieder suchen“. Zum 70. Todestag Edmund Husserls
Schwerpunkt: Hermeneutik und Phänomenologie
James Risser: On the Hermeneutics of Hermeneutic Phenomenology –
Charles E. Scott: Phenomenology in Different Modalities. Transformative Disciplines and Boundary Experiences. Gadamer and Foucault –
Robert J. Dostal: The Science of Philology and the Discipline of Hermeneutics: Gadamer’s Understanding –
Béla Bacsó: „Das Ego ist also keine Realität“. Zur Vor- und Nachgeschichte von Husserls Londoner Vorträgen –
Francisco De Lara: Zu den Sachen selbst? Sache und Erkenntnis in der hermeneutischen Wende der Phänomenologie –
David Espinet: Hermeneutische Wende und Phänomenologie des Hörens. Überlegungen im Anschluß an Heidegger, Blumenberg und Husserl
Schwerpunkt: Schöne Kunst
Günter Figal: Über die Schönheit der modernen Kunst -
Damir Barbarić: Emporhebendes Scheinen –
Tanehisa Otabe: „Schöne Kunst muß als Natur anzusehen sein.“ Zu einer kleinen Ideengeschichte der Ästhetik –
Johann Kreuzer: Erinnerte Transzendenz. Zur Bestimmung des Schönen bei Platon und Augustinus
Beiträge
Uwe Steiner: Walter Benjamins Husserl-Lektüre im Kontext –
Tilo Wesche: Praktische Vernunft und Willensschwäche. Zur Aristotelischen Anthropologie –
Christian Sommer: „Rückbindung an die Götter“. Heideggers Volksreligion (1934/35) –
Martin Ritter: Vom Sinn der Übersetzung. Versuch einer Gegenüberstellung von Benjamin und Gadamer –
Denis Thouard: Die Vergegenständlichung des Geistes. Simmels Hermeneutik der Objektivität -
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Vid. la información en la página web de la editorial Mohr (Siebeck).- ...
Vid. Mohr Kurier 2010/2, catálogo de la editorial Mohr (Siebeck).-
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22 de julio de 2010
G. Agamben, J.-L. Nancy, et al.: "Democracia en suspenso"
Javier Bassas Vila compila y presenta para la editorial Casus Belli de Madrid este volumen colectivo titulado "Democracia en suspenso", en el que autores como G. Agamben, A. Badiou o J.-L. Nancy, entre otros, disertan sobre el significado y los problema de este término central de la filosofía política contemporánea. Según reza la información editorial:De la pluma de algunos de los pensadores que más ahondan en la reflexión política actual, los textos aquí reunidos no pretenden dar una definición de la democracia, ni un manual de instrucciones. Con posiciones diversas, incluso contradictorias, se trata más bien de suspender el significado corriente y el valor supuestamente positivo que se atribuye con demasiada naturalidad al término "democracia". Sólo así pueden plantearse algunas preguntas fundamentales y proponerse una serie de reflexiones que iluminan lo más profundo de nuestro sistema de gobierno y el fundamento (si es que hay) de su legitimidad.
Vid. página web de la editorial Casus Belli.-
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